Herren gegen Großbeeren

Die Herren vom NSF holen gegen den Großbeerener HC den dritten Ligasieg in Serie. In einem heißen Spiel, einem sehr heißen Spiel, setzten sich die Neuköllner zur Freude ihrer Trainerinnen am Ende überzeugend mit 4:1 (2:0) durch.

Die Trainerinnen verlangten nach dem letzten Spiel gegen TiB eine höhere Konzentration und trotz der hohen Temperaturen, dass jeder über seine Grenzen hinausgeht.

Raumdeckung: Jeder weiß, wo er steht! Passspiel: Lauft euch frei und spielt kurze Pässe! Und(!): „Es wird erst aufgehört zu spielen, wenn der Pfiff kommt! Auf geht’s!“

 

Wir kombinieren dann mal ins Tor

 

Die Neuköllner begannen direkt nach Anpfiff extrem kombinationsstark und angriffslustig. Damit bereiteten sie dem Gegner große Probleme. Und so geschah es, dass sich der NSF mit dem gefühlt schnellsten Tor der Saison in Führung brachte. Der Ball lief kurz über rechts und ging dann über die Verteidigung schnell über links. Dann ein hervorragender Doppelpass im Mittelfeld und dann war es endlich soweit: Robert macht sein erstes Tor für den NSF!

Dank dieser schnellen Führung schien der Tag für die Großbeerener schon gelaufen. In der Folge hatten diese nämlich große Probleme im Spielaufbau und blieben nach maximal drei Ballkontakten immer wieder in der gut gestellten Raumdeckung der Neuköllner hängen.

 

Ein zweites Tor und die Welt sieht ganz anders aus

 

Nur wenig später gelang es den Neuköllnern souverän auf 2:0 zu erhöhen. Eiskalt vor dem Tor bei +30°C: Stark Basti! Das Team belohnt sich somit für eine mental-starke Leistung und lässt dem Gegner trotz der Führung keine Zeit zum Luftholen. Im Gegenteil: Nach dem 1:0 legen die Neuköllner, stets angetrieben durch die Trainerinnen, noch eine Schippe drauf und verfeinern ihre Kombinationen weiter.

Einzig zu bemängeln ist, dass die starken Angriffe nach dem 2:0 im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kein weiters Tor hervorbrachten.

 

Jetzt nicht nachgeben

 

In der Halbzeit holen die Trainerinnen noch einmal alles aus der Mannschaft heraus: „Was ist wo nicht rund gelaufen? Bleibt wach und lauft die Bälle an! Keine Querpässe! Hinten rum auflösen!“

Der hohe Druck der Neuköllner setzt sich direkt zu Beginn der zweiten Hälfte fort. Von den Großbeerenern geht in der zweiten Hälfte auch kaum noch Gefahr aus. Trotz dessen bleiben die Neuköllner, wie gefordert, wach und nutzen die Fehler der Gegner aus. Dieser versucht nun vermehrt mit Schlenzern aus der Abwehr die Raumdeckung zu überwinden. Doch diese werden stets vom Neuköllner Innerverteidiger Fred abgefangen und für den folgenden Konter ins Mittelfeld weiterverteilt: Il était incroyablement bien organisé!

Im Mittelfeld bewies Timo das gesamte Spiel über eine geniale Übersicht und verteilte die Bälle exakt in alle Richtungen. Und so kam es auch, dass ein Ball aus dem Mittelfeld Heiko fand. Der zögerte nicht lange und brachte den Ball gewohnt durchsetzungsfähig in den Kreis und zerstörte mit seinem 3:0 die letzten Hoffnungen der Gegner. Um sicher zu gehen, dass Heikos Ball dann auch das Tor findet, hat Sam noch einmal nachgeholfen. Ein großartiges Zusammenspiel!

 

Aufgepasst! So macht der NSF seit Neuestem übrigens Tore

 

Er stand nicht nur da wo ein Stürmer stehen muss, sondern besetzte auch immer wieder andere Positionen. Mit einem stark erkämpften 4:0 belohnt Dennis seine defensiv und offensiv gelungene Tagesleitung. Da bleibt nur zu sagen: Großes Tennis von Dennis!

 

Ecke, Schuss, aaach verdammt…

 

In einer viel zu heißen Schlussphase konnten die Großbeerener noch eine kurze Ecke herausspielen. Bis dahin gelang dem Gegner nicht viel. Wenn was gelang, dann stand allerdings am Ende immer noch ein hervorragend mitspielender Torwart im Kasten der Neuköllner: Immer wieder danke Paul!

Doch bei der letzten kurzen Ecke des Spiels konnte kein Neuköllner etwas ausrichten. Großes Kompliment zu einem genialen Großbeerener Schlenzer: Oben links, unhaltbar. Den Ball hat keiner gesehen. Schöne Rausgabe, sicherer Stopp und dann ein Laser ins Tor: 4:1!

Bei Standardsituationen haben die Neuköllner also nach wie vor Nachholbedarf. Die Verteidigung der kurzen Ecken ist bereits sehr ordentlich. Ein Mangel besteht allerdings noch bei der Ausführung von Ecken für die Neuköllner. In diesem Spiel haben sie sich viele Ecken herausgespielt, aber keine verwandelt. Es mangelt immer an einer anderen Stelle. Es fehlt die Sicherheit und die Routine. In diesem Zuge sei auch der vom Autor dieses Spielberichts verschossene 7-Meter erwähnt. … Der Torwart von Großbeeren war aber auch gut. Oder?… Also… Nicht? Doch…

 

Fazit

 

Ein verdienter Sieg für den NSF und eine weitere Bestätigung für ein immer besser zusammenwachsendes Team.

Auch bei Wechseln bleibt die Qualität auf dem Platz bestehen. Ein Ergebnis harter Arbeit und letztlich ein großer Verdienst der Trainerinnen. Zudem sind lobend die Neuzugänge zu erwähnen, die sich sehr gut ins Team integriert haben und ebenfalls sehr gut vom Team integriert wurden.

Abschließend, von den Herren gern aus dem Kontext gerissen, das Zitat des Tages von Vanessa: „[…] Jungs ihr seid heiß. […].“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.