Herren: 4. Saisonspiel gegen PSU

Am 08. Oktober, einem zunächst verregneten Sonntag, trafen sich die rot-schwarz geeinten, geschmeidigen Hockey-Ninjas des NSF auf eigenem Sturmtief-zerranzten Rasen um eine gepflegte, wenn auch faire 3/4 Feld Schlägerei gegen die Gäste der Potsdamer Sport-Union 04 auszutragen. Dank breiter Besetzung mit 16 Spielern (+ Konrad als Linienrichter sowie Trainerlegende Wiebke am Rand) gegen einen ersatzspielerlosen Gegner konnten wir bereits eine starke B-Note in der Spielvorbereitung sichern und sind ohne Probleme eine ganze Runde mehr warm gelaufen. Nach zuletzt zittrigem Spielauftakt sollte diesmal auf eine intensive Manndeckung statt Raumdeckung gesetzt werden. So vergingen die ersten 20 Spielminuten ohne nennenswerte Ereignisse, wobei keine Mannschaft offensiv punkten konnte, zaghaftes Beschnuppern. Wir setzten auf Kurzpass-Spiel, der Gegner agierte mit vielen lang geschlagenen oder weit geschlenzten Pässen in Konter- aber auch Aufbausituationen. Immer wieder konnten die Potsdamer Bälle in die Mitte vor unseren Kreis bringen, und da sie kompakt verteidigten und vielleicht sogar ein bisschen Harz an ihre Hockeyschläger gestrichen haben (oder einfach nur verdammt stocksicher waren), wurden die meisten unserer Angriffe und Flanken abgefangen.
Die Trainerin hat uns zur Pause nach kurzer taktischer Fehleranalyse eine Lektion a la Meister Miyagi erteilt und allein in der Kabine zurückgelassen damit wir uns gegenseitig auseinandernehmen, aber wir haben wie ein echtes Team reagiert und uns vorgenommen wie richtige Hockey Ninjas zu spielen. Dachten wir zumindest bis zum 0:1 Treffer für die Potsdamer Gäste kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit. Neuköllns Prachtkeeper Paul versucht Deckungsfehler seiner Verteidigerkollegen gutzumachen und geht dabei zu weit raus bevor er abtaucht, wird umspielt und ein glücklich getroffener Ball zappelt im Netz der Neuköllner Hockey Ninjas. Wir sind alle wach, Auszeit. Das Saisonziel steht: kein Spiel wird verloren. Wir werden aggressiver in den Zweikämpfen. Ungefähr 10 Minuten später nach gutem, schnellem Zusammenspiel kommt die Ablage von der Grundlinie auf Dennis auf dem Siebenmeterpunkt, eine Pirouette, der Potsdamer Keeper ist verwirrt, und knallpeng hat Dennis das Ding schon unterm fallenden Keeper durchgeprügelt.
Jetzt drücken wir ständig gegen den Aufbau des Gegners, kaum ein Ball verirrt sich noch ungewollt in unsere Hälfte. Wieder ein Ninja in der Hundekurve, Max L. wittert seine Chance zum Einstandskasten, er lässt die Hacken schnalzen und zieht lautlos und auf kürzestem Weg über das gesamte Spielfeld in den gegnerischen Kreis, hechtet in den Querball und versenkt ihn wie gemeißelt links halbhoch im Netz. Der Platz tobt. Ein paar Minuten noch den Spielstand verwalten. Das Saisonziel steht. Der Rest versinkt im Siegestaumel…

Danke an die Gäste aus Potsdam für ein faires, starkes Spiel!

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