Herren: Saisonabschluss

Was bisher geschah…

 

Im vorletzten Spiel der Saison trafen die Neuköllner auf die Zehlendorfer Wespen 3. Ein Spiel in dem klar wurde, dass Wespen nicht nur stechen, sondern auch rammen können. Das Spiel ging trotz großem Kampf der Neuköllner mit 0:3 (0:2) verloren. Bei diesem Auswärtsspiel passten die NSFler sich der hohen Spielstärke der Gegner an und lieferten ein geordnetes und größtenteils sehenswertes Spiel ab.

Die Tore spiegelten am Ende des Tages nicht die ausgeglichene Leistung auf dem Platz wieder. Ein leider großer Aspekt des Spiels blieb dennoch ein negativer: Das Ende der ersten Halbzeit kam früher als erwartet. Die Wespen verteidigten auf der linken Seite lieber mit körperlicher Grobmotorik als mit spielerischer Feinmotorik. Ein Zustand, der gegen Ende der ersten Halbzeit leider die Frustgrenze der Neuköllner überschritt. Unentschuldbar und unfair platzte der neuköllner Kragen: Gleiches wurde mit Gleichem vergolten.

Die Trainerin Wiebke, die an diesem Tag auch pfeifen musste, beendete den Kindergarten (!) und bat die Kapitäne beider Teams zu sich. Eine goldrichtige Entscheidung. Sie klappte den geplatzten Kragen der Neuköllner wieder runter und… naja… der Kragen bei zehlendorfer Hockeyspielern steht eben immer oben. Also… Hm… Ich weiß auch nicht… In Anbetracht dessen, dass es sich dabei um ein Naturgesetz handeln muss, trägt man den Kragen auch heute noch in Zehlendorf hochgestellt. Und wenn sie nicht gestorben sind…

 

Neuköllner SF – Mariendorfer HC 3

 

Am letzten Spieltag der Saison wollte sich der NSF mit einem Heimsieg in die Spielzeitpause verabschieden. Und so sollte es auch kommen: Die Neuköllner besiegten den MHC 3 mit 3:2 (0:0). Die Spieler vom NSF hatten sich an diesem Tag viel vorgenommen. In der Hinrunde wurden bisher 9 Punkte geholt und in der Rückrunde auch. Die starke Leistung der Rückrunde sollte nun durch einen Sieg den klaren Aufwärtstrend bestätigen.

 

Eine umkämpfte erste Halbzeit

 

Trainerin Vanessa konnte gegen die Mariendorfer drei Auswechselspieler einplanen. Das Lazarett der Neuköllner hatte sich zu diesem Spiel ebenfalls wieder etwas gelichtet. Der NSF begann sofort mit viel Druck und konnte so bereits viele Torchancen verbuchen. Ein Überlegenheitsgefühl machte sich breit, dass noch Dunkel aus der ersten Halbzeit gegen PSU 2 in den Köpfen war. Munter wurde gegen immer wieder konternde Mariendorfer aufgespielt. Ein durchaus sehenswertes Spiel mit sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten. Die torlose erste Hälfte war den überragenden Torhütern auf beiden Seiten zu verdanken. Das Publikum war begeistert: „Wenn schon keene Tore, dann wenigstens watt zu kieken!“

 

Zweite Hälfte: Der Krimi beginnt

 

Nach klaren Ansagen und Körpern vollgepumpt mit Motivation ging es in die zweite Hälfte. Nun konnte es losgehen! Alles brannte auf den ersten Angriff: „Jetzt zeigen wir was wir können!“ Anstoß, der Ball wurde nach hinten gespielt. Doch was nun? Verstoppt, lange Ecke, schnell ausgeführt, Tor… Gefühlt 30 Sekunden nach Anpfiff liegt der Ball wieder in der Mitte: 0:1. Hä? … Bemerkenswerterweise tat das den neuköllner Siegesambitionen keinen Abbruch. Ein schnelles Tor sollte den Gegner verunsichern. Allerdings kam dieses Gegentor so schnell, dass es weder negativ noch positiv verarbeitet wurde.

 

TOR, TOR, …tor

 

Die folgenden Ereignisse überschlugen sich. Wie ausgewechselt im Vergleich zu den letzten Wochen stürmten die Neuköllner immer wieder auf das Tor der MHCler. Großes Lob für die Zusammenarbeit des Teams. Sam wurde in der Mitte von der Abwehr immer wieder von links und rechts mit Bällen versorgt und konnte diese auch gleich in Doppelpasskombinationen mit dem Mittelfeld bis kurz vor den Kreis bringen. Da warteten dann auch schon die Stürmer auf ihn. Diese waren gut positioniert, aber wurden genauso gut gedeckt. Also Abbruch und neu aufbauen. Hier kam immer wieder der neuköllner Neuzugang Carsten an den Ball. An diesem Tag schien er überall zu sein. So war auch er es, der sich einen Laufpass aus der Abwehr erlief. Nach einem Sprint über den halben Platz fand sein Pass gezielt Dennis im Kreis: 1:1 (TOR).

Bei einem Tor sollte das Ganze aber nicht aufhören. Blitzschnell antworteten die Neuköllner mit dem 2:1 (TOR). Boris traf und bewies ein weiters Mal, dass er auf jeder Position Gold wert ist. Er begann im linken Mittelfeld, verschob nach einem Wechsel in die Abwehr und traf dann als mitlaufender Verteidiger wie ein Vollblutstürmer.

Dann passierte lange nichts. Der NSF war nicht um eine weitere Erhöhung bemüht. Die Angriffe der Mariendorfer waren dürftig. Doch als nur noch fünf Minuten auf der Uhr standen, war Nervosität auf beiden Seiten zu spüren. Und dann passierte, was passieren musste. Die sechste kurze Ecke der Neuköllner ging abermals daneben: Konter! Der MHC konnte diesen Konter nutzen und gegen nicht zurücklaufende Neuköllner das 2:2 erzielen (… tor).

 

Herr des Dribbelns: Samweis der Beherzte

 

Es braucht Führungsspieler! Zwei Minuten vor Schluss war in den Köpfen das Spiel noch nicht abgehackt. Vanessa rief von draußen: „Noch 1:50! Looos!“: It’s Sam-Time!

Heiko fing den Ball auf der ungewohnten Position des rechten Verteidigers ab und konnte mit einem gezielt harten Schlag die gegnerischen Reihen überwinden. Sam stoppte den Ball und konnte schon mit einer direkten Mitnahme zwei Abwehrspieler stehen lassen. Nur noch ein Abwehrspieler und der starke MHC-Torwart standen zwischen ihm und dem Siegtor. Er ging beherzt zwei schnelle Schritte über rechts, um dann blitzschnell nach links in den Kreis zu ziehen. Er holte kurz aus und erwischte den Torwart auf dem falschen Fuß: 3:2!!!

 

Fazit

 

Der NSF belohnte sich gegen starke Mariendorfer mit einem Sieg im letzten Saisonspiel. 21 Punkte stehen auf dem Konto der Neuköllner. Ein Spiel, das noch einmal ziemlich genau der Saisonleistung entsprach: Ein auf und ab, doch am Ende gewinnt, seit dieser Saison, der Wille und die Konzentration.

Die Herren vom NSF bedanken sich nach dieser Saison bei den beiden Trainerinnen, die ihre Klopsköppe nie aufgeben haben und aus ihnen alles rausholten. Ebenso danken wir den Damen vom NSF, die uns bei vielen Spielen in dieser Saison am Spielfeldrand unterstützt haben. Zudem hat sich auch diese Saison wieder einmal das Mix-Training einmal die Woche als außerordentlich wichtig erwiesen. Unter Mannuuuhs erfahrener Anleitung ergänzen sich hier Woche für Woche die Leistungen und Kompetenzen aller Beteiligten: Wertvoller geht’s nicht. Ebenfalls konnten sich die Herren vom NSF in dieser Feldsaison über mehrere Neuzugänge freuen. Neuzugänge, die spielerisch, aber vor allem menschlich Spaß und Freude in die Gemeinschaft NSF bringen.

An dieser Stelle muss natürlich auch noch unserem Platzwart Super-Jürgen gedankt werden. Er liest uns jeden Wunsch von den Lippen ab und bringt immer Stimmung in die Bude. Ein wichtiger Grundstein für jeden Heimsieg. Denn wenn wir nicht gewinnen kann es sein, dass er denen, die er erwischt die Ohren langzieht.

Zu guter Letzt möchten die Herren vom NSF sich auch nochmal bei der langjährigen Torwartin der Damen Heike bedanken. Ob kalt oder warm, ob Halle oder Feld, ob Regen oder Hitze es war immer eine Freude mit dir. Damen und Herren werden dich vermissen!

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