Am vergangenen Sonntag stand für die Herren der erste Spieltag der Feldrückrunde auf dem Programm. Dazu kam die dritte Mannschaft der Zehlendorfer Wespen nach Neukölln. Bei bestem Hockeywetter (20 Grad und Sonnenschein) schien alles bereitet für einen guten Rückrundenstart. Leider waren (mal wieder) keine Schiedsrichter da, so dass Trainerin Wiebke erneut als Schiri aushelfen musste. Da die Wespen ohnehin nur zu zehnt angetreten waren, stellten sie einen Feldspieler als Schiri ab und beide Teams einigten sich darauf mit 9 gegen 10 zu spielen. Genug Platz für herrliches Kombinationshockey war auf dem Platz also vorhanden.
Zunächst wusste der NSF diesen Platz auch durchaus zu nutzen, in Ruhe wurden vermehrt Angriffe auf das Tor der zunächst defensiv abwartenden Wespen gefahren. Dabei kamen einige schöne Kombinationen zu Stande, der NSF war häufiger im gegnerischen Schusskreis zu finden und erspielte sich eine erste Strafecke, die leider vom gegnerischen Keeper abgelaufen wurde. Nach ca. 15 Minuten wagten sich die Zehlendorfer mit ihren schnellen Stürmern gelegentlich immer wieder nach vorne. Eine dieser Kontergelegenheiten führte dann zur 0:1-Führung für die Gäste. Im Anschluss verloren die Neuköllner etwas den Kopf und ziemlich den Faden, mit 0:1 ging es in die Pause. Eigentlich war noch nichts entschieden, trotzdem fehlte beim NSF vollkommen das Selbstbewusstsein an die gute Anfangsphase anknüpfen zu können. Es wurden Einzelaktionen ausprobiert, die nicht funktionierten und immer wieder unnötig schnell Bälle weitergeleitet, die nicht angenommen und verarbeitet werden konnten. Die Wespen konterten weiter geschickt und erspielten sich einige gute Möglichkeiten, konnten bald auf 0:2 erhöhen und hatten mehrere Ecken, die zwar zum Großteil von den Innenverteidigern abgelaufen wurden, aber leider auch noch das 0:3 nach sich zogen. In der anschließenden Auszeit wurde beschlossen mit mehr Pressing endlich den Gegner mehr unter Druck zu setzen, was in den letzten 10 Minuten des Spiels auch relativ gut funktionierte. Mit einem Torerfolg konnte sich der NSF dennoch nicht belohnen, so dass die Wespen einen Auswärtssieg in Unterzahl feiern durften und ratlose Neuköllner zurückblieben. Es bleibt als Fazit: Man muss auch mal in Überzahl gewinnen und ein Großteil entscheidet sich eben doch im Kopf. Bleibt also noch viel Arbeit für Ruhm und Ehre, um die guten Ansätze weiter auszubauen. Danke an die kurzfristig einspringenden Schiris, die Wespen für ein faires Spiel, unsere Trainerinnen und die ganz treuen Fans.
zickezacke